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Bauernmärkte

Wo in Österreich Direktvermarkter zu finden sind — und woran man sie von Händlern unterscheidet.

Ohne Öffnungszeiten — mit Absicht. Markttage und Zeiten ändern sich saisonal und kurzfristig. Eine Liste, die veraltet, ist schlechter als keine. Die aktuellen Zeiten stehen bei der jeweiligen Stadt oder Marktverwaltung.

Diese Übersicht ist eine Auswahl bekannter Märkte, keine vollständige Liste. Fehlt ein Markt, der hier stehen sollte — Hinweis genügt.

Region

Wien

6 Märkte
Wienzeile, 1060

Naschmarkt

Größter innerstädtischer Markt. Gemischt aus Marktständen und Gastronomie, hoher Anteil an Handelsware neben Erzeugern.

Leopoldstadt, 1020

Karmelitermarkt

Kleiner, mit festem Stamm an Direktvermarktern. Bauernmarkt an bestimmten Tagen.

Ottakring, 1160

Brunnenmarkt

Längster Straßenmarkt Wiens, breites Angebot, überwiegend preisgünstig.

Währing, 1180

Kutschkermarkt

Überschaubar, mit angeschlossenem Bauernmarkt.

Leopoldstadt, 1020

Vorgartenmarkt

Ruhiger Grätzelmarkt mit Bio-Schwerpunkt an einzelnen Tagen.

Rudolfsheim, 1150

Meiselmarkt

Überdachter Markt, ganzjährig wettergeschützt.

Region

Graz

3 Märkte
Innenstadt

Kaiser-Josef-Markt

Traditionsreicher Bauernmarkt mit hohem Anteil steirischer Direktvermarkter.

Lend

Lendplatz

Bauernmarkt mit regionalem Schwerpunkt, lebendiges Umfeld.

Innenstadt

Bauernmarkt Am Kaiser-Franz-Josef-Kai

Kleiner Markt, saisonal geprägt.

Region

Linz und Oberösterreich

2 Märkte
Linz

Südbahnhofmarkt

Größter Markt Oberösterreichs, breites Angebot an Direktvermarktern.

Linz

Bauernmarkt Hauptplatz

Kleiner Markt im Stadtzentrum.

Region

Salzburg

2 Märkte
Universitätsplatz

Grünmarkt

Zentral gelegen, mit Erzeugern aus dem Salzburger Umland.

Mirabellplatz

Schrannenmarkt

Traditioneller Wochenmarkt mit starkem regionalen Bezug.

Region

Innsbruck und Tirol

2 Märkte
Innrain

Markthalle Innsbruck

Ganzjährig überdacht, Erzeuger aus Nordtirol und dem Umland.

Innsbruck

Bauernmarkt Wiltener Platzl

Kleiner Markt mit Direktvermarktern.

Region

Klagenfurt und Villach

2 Märkte
Klagenfurt

Benediktinermarkt

Kärntens bekanntester Markt, hoher Anteil an Direktvermarktern.

Hauptplatz

Wochenmarkt Villach

Regionaler Markt mit Schwerpunkt Obst und Gemüse.

Praxis

Worauf zu achten ist

6 Punkte

Erzeuger oder Händler?

Am Bauernmarkt stehen beide. Direktvermarkter verkaufen, was sie selbst erzeugen — Händler kaufen zu. Beides ist legitim, aber es macht einen Unterschied bei Herkunft und Preis.

Die einfachste Frage: „Bauen Sie das selbst an?" Wer selbst erzeugt, antwortet meist ausführlich.

Saison als Prüfstein

Wer im Februar heimische Tomaten anbietet, hat sie nicht im Februar geerntet. Der Saisonkalender ist die beste Kontrolle.

Das heißt nicht, dass Zukauf verwerflich ist — nur dass die Bezeichnung stimmen sollte.

Was pflanzlich am Markt zu holen ist

Gemüse, Obst, Kräuter, Erdäpfel, Hülsenfrüchte, Nüsse, Öle, Essige, Marmeladen, Sirupe, Brot, Getreide, Sprossen.

Bei Backwaren und Aufstrichen lohnt die Nachfrage nach Milch, Ei, Honig und Schmalz — am Markt gibt es keine Zutatenliste zum Nachlesen.

Nachfragen kostet nichts

Am Markt ist der Erzeuger direkt ansprechbar. Das ist der eigentliche Vorteil gegenüber dem Supermarkt.

Bei Wein und Most die Frage nach der Schönung, bei Brot nach Milch und Schmalz im Teig, bei Aufstrichen nach Honig.

Preis und Menge

Direktvermarktung ist nicht automatisch teurer. Gegen Marktende gibt es oft Nachlässe, und Saisonware in Menge ist meist günstiger als im Handel.

Wer größere Mengen abnimmt, kann fürs Einkochen oder Fermentieren planen.

Verpackung

Eigene Behälter mitbringen ist verbreitet und wird meist gern gesehen.

Netze für Gemüse, Gläser für Aufstriche, Stofftasche fürs Brot.

Ab Hof und Selbstpflücke

Neben den Märkten gibt es den Direktverkauf ab Hof, Automaten mit regionalen Erzeugnissen und Selbstpflückfelder — besonders bei Erdbeeren, Beeren und Kürbis. Das ist meist die günstigste Variante und die kürzeste Kette.

Die Landwirtschaftskammern der Bundesländer führen Verzeichnisse von Direktvermarktern. Wer regelmäßig größere Mengen braucht — zum Einkochen oder Fermentieren — fährt damit besser als über den Markt.

Anschluss

Was gerade Saison hat, steht im Saisonkalender. Was sich mit größeren Mengen anfangen lässt, unter Haltbarmachen. Selbst anbauen unter Garten und Wildkräuter.