Naschmarkt
Größter innerstädtischer Markt. Gemischt aus Marktständen und Gastronomie, hoher Anteil an Handelsware neben Erzeugern.
Regional einkaufen
Wo in Österreich Direktvermarkter zu finden sind — und woran man sie von Händlern unterscheidet.
Ohne Öffnungszeiten — mit Absicht. Markttage und Zeiten ändern sich saisonal und kurzfristig. Eine Liste, die veraltet, ist schlechter als keine. Die aktuellen Zeiten stehen bei der jeweiligen Stadt oder Marktverwaltung.
Diese Übersicht ist eine Auswahl bekannter Märkte, keine vollständige Liste. Fehlt ein Markt, der hier stehen sollte — Hinweis genügt.
Region
Größter innerstädtischer Markt. Gemischt aus Marktständen und Gastronomie, hoher Anteil an Handelsware neben Erzeugern.
Kleiner, mit festem Stamm an Direktvermarktern. Bauernmarkt an bestimmten Tagen.
Längster Straßenmarkt Wiens, breites Angebot, überwiegend preisgünstig.
Überschaubar, mit angeschlossenem Bauernmarkt.
Ruhiger Grätzelmarkt mit Bio-Schwerpunkt an einzelnen Tagen.
Überdachter Markt, ganzjährig wettergeschützt.
Region
Traditionsreicher Bauernmarkt mit hohem Anteil steirischer Direktvermarkter.
Bauernmarkt mit regionalem Schwerpunkt, lebendiges Umfeld.
Kleiner Markt, saisonal geprägt.
Region
Größter Markt Oberösterreichs, breites Angebot an Direktvermarktern.
Kleiner Markt im Stadtzentrum.
Region
Zentral gelegen, mit Erzeugern aus dem Salzburger Umland.
Traditioneller Wochenmarkt mit starkem regionalen Bezug.
Region
Ganzjährig überdacht, Erzeuger aus Nordtirol und dem Umland.
Kleiner Markt mit Direktvermarktern.
Region
Kärntens bekanntester Markt, hoher Anteil an Direktvermarktern.
Regionaler Markt mit Schwerpunkt Obst und Gemüse.
Praxis
Am Bauernmarkt stehen beide. Direktvermarkter verkaufen, was sie selbst erzeugen — Händler kaufen zu. Beides ist legitim, aber es macht einen Unterschied bei Herkunft und Preis.
Die einfachste Frage: „Bauen Sie das selbst an?" Wer selbst erzeugt, antwortet meist ausführlich.
Wer im Februar heimische Tomaten anbietet, hat sie nicht im Februar geerntet. Der Saisonkalender ist die beste Kontrolle.
Das heißt nicht, dass Zukauf verwerflich ist — nur dass die Bezeichnung stimmen sollte.
Gemüse, Obst, Kräuter, Erdäpfel, Hülsenfrüchte, Nüsse, Öle, Essige, Marmeladen, Sirupe, Brot, Getreide, Sprossen.
Bei Backwaren und Aufstrichen lohnt die Nachfrage nach Milch, Ei, Honig und Schmalz — am Markt gibt es keine Zutatenliste zum Nachlesen.
Am Markt ist der Erzeuger direkt ansprechbar. Das ist der eigentliche Vorteil gegenüber dem Supermarkt.
Bei Wein und Most die Frage nach der Schönung, bei Brot nach Milch und Schmalz im Teig, bei Aufstrichen nach Honig.
Direktvermarktung ist nicht automatisch teurer. Gegen Marktende gibt es oft Nachlässe, und Saisonware in Menge ist meist günstiger als im Handel.
Wer größere Mengen abnimmt, kann fürs Einkochen oder Fermentieren planen.
Eigene Behälter mitbringen ist verbreitet und wird meist gern gesehen.
Netze für Gemüse, Gläser für Aufstriche, Stofftasche fürs Brot.
Neben den Märkten gibt es den Direktverkauf ab Hof, Automaten mit regionalen Erzeugnissen und Selbstpflückfelder — besonders bei Erdbeeren, Beeren und Kürbis. Das ist meist die günstigste Variante und die kürzeste Kette.
Die Landwirtschaftskammern der Bundesländer führen Verzeichnisse von Direktvermarktern. Wer regelmäßig größere Mengen braucht — zum Einkochen oder Fermentieren — fährt damit besser als über den Markt.
Was gerade Saison hat, steht im Saisonkalender. Was sich mit größeren Mengen anfangen lässt, unter Haltbarmachen. Selbst anbauen unter Garten und Wildkräuter.