2026
Fachgesellschaft
Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)
Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern und Jugendlichen – ein Update
Datum: 14. Juli 2026 · Themen: Kinder · Jugendliche · B12 · Jod · Eisen · Calcium · Vitamin D · Omega-3
Aktualisierte Stellungnahme der Ernährungskommission, erschienen in der Monatsschrift Kinderheilkunde (2026).
Vegane Ernährung bei Kindern und Jugendlichen erfordert laut DGKJ „erhöhte Aufmerksamkeit“; das Risiko von Nährstoffdefiziten wächst „mit jedem weiteren Ausschluss von Lebensmittelgruppen“.
Bei veganer Ernährung ist eine B12-Supplementierung „zwingend erforderlich“; weitere Präparate (Vitamin D, Jod, Calcium, Omega-3) können „je nach individueller Ernährungssituation sinnvoll sein“.
Gefordert wird eine „strukturierte medizinische und ernährungswissenschaftliche Begleitung“ mit Ernährungsanamnese, Wachstumskontrollen und qualifizierter Beratung.
Was sich geändert hat: Die Pressemitteilung nennt das Papier ein „Update“ der früheren Stellungnahme; konkrete Unterschiede zur Fassung 2018/2019 werden dort nicht benannt.
Interessenlage / Finanzierung: Die DGKJ ist eine medizinische Fachgesellschaft (eingetragener Verein). Angaben zur Finanzierung wurden nicht abgerufen.
Belegstufe: Positionspapier oder Stellungnahme einer Fachgesellschaft (Literaturbewertung)
Zur Quelle · Springer (Volltext, Zugang eingeschränkt) · abgerufen am 25. September 2026
2026
Laufend
Universität Wien, Department für Ernährungswissenschaften, mit AGES; finanziert durch das BMSGPK
Österreichischer Ernährungsbericht 2026
Datum: in Arbeit (Stand Abruf) · Themen: Österreich · Ernährungsstatus · Gesamtbevölkerung
Sechste Ausgabe des österreichischen Ernährungsberichts (frühere Ausgaben 1998, 2003, 2008, 2012, 2017).
Erhebung des Ernährungsstatus Erwachsener; Fragen unter anderem zu Preisanstieg, Ernährungswissen und Geschlechterunterschieden.
Zum Abrufzeitpunkt lagen auf der Projektseite keine Ergebnisse und kein Erscheinungsdatum vor; das Sozialministerium nennt 2026 als Erscheinungsjahr.
Was sich geändert hat: Keine Aussage möglich, solange der Bericht nicht vorliegt. Der Ernährungsbericht 2017 bleibt bis dahin die letzte veröffentlichte Ausgabe.
Interessenlage / Finanzierung: Finanziert laut Projektseite durch das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz; erstellt an einer öffentlichen Universität in Kooperation mit der AGES.
Belegstufe: Laufendes Projekt, noch ohne veröffentlichte Ergebnisse
Zur Quelle · Sozialministerium: Ernährungsberichterstattung · abgerufen am 25. September 2026
2026
Behördenportal
AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
Produktwarnungen und Produktrückrufe
Datum: laufend, letzte Einträge September 2026 · Themen: Lebensmittelsicherheit · Rückrufe
Die AGES veröffentlicht Warnungen und Rückrufe von Unternehmen und Behörden; eine App und Kategoriefilter (Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel) stehen bereit.
Zum Abrufzeitpunkt dokumentiert für pflanzliche Lebensmittel: Karfiol (offene Ware, Pestizidrückstände, 18. September 2026) und Rosinen (erhöhter Ochratoxin-A-Gehalt, 28. August 2026).
Ein Rückruf pflanzlicher Ersatzprodukte (Milch- oder Fleischalternativen) war zum Abrufzeitpunkt auf der Seite nicht gelistet.
Was sich geändert hat: Laufende Liste, keine Position. Einträge veralten schnell; die Seite ist nur als Einstieg brauchbar.
Interessenlage / Finanzierung: Die AGES ist eine GmbH der Republik Österreich mit gesetzlichem Auftrag; Finanzierungsdetails wurden nicht abgerufen.
Belegstufe: Informationsseite einer Behörde oder eines Ministeriums (Sekundärdarstellung)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2025
Behördenbewertung
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Deutschland
Stellungnahme 065/2025: Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Jod in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln
Datum: 19. Dezember 2025 · Themen: Jod · Milchalternativen · Nahrungsergänzungsmittel
Aktualisiert die Stellungnahme 006/2024 zu Jod. Das BfR rechnet die Restkapazität zwischen geschätzter Zufuhr und tolerierbarer Obergrenze aus und legt einen Unsicherheitsfaktor an.
Zur Versorgung: Die Jodzufuhr liegt in Deutschland bei „etwa einem Drittel der Erwachsenen und knapp 45 Prozent der Kinder und Jugendlichen“ unter dem geschätzten Durchschnittsbedarf.
Neu ist ein Vorschlag, Ersatzprodukte für Milch und Milcherzeugnisse direkt mit Jod anreichern zu dürfen, orientiert am natürlichen Jodgehalt von Kuhmilch.
Vegane Ernährung wird nicht eigens behandelt; Algen werden in dieser Stellungnahme nicht erwähnt.
Was sich geändert hat: Gegenüber 2024: altersgestaffelte Höchstmengen für Nahrungsergänzungsmittel und der Anreicherungsvorschlag für Milchersatz. Mengen stehen im Dokument; diese Seite gibt sie nicht wieder.
Interessenlage / Finanzierung: Das BfR ist eine Bundesbehörde im Geschäftsbereich des deutschen Landwirtschaftsministeriums. Ein Auftraggeber dieser Stellungnahme ist im Dokument nicht genannt.
Belegstufe: Wissenschaftliche Bewertung einer Behörde mit Mandat (EU, Bund)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2025
Behördenportal
AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
Jod – Rückstände und Kontaminanten von A bis Z
Datum: aktualisiert 2. Dezember 2025 · Themen: Jod · Algen · Österreich
Die AGES beschreibt Seetang- und Algenprodukte als Waren mit „sehr variablen und häufig hohen Jodkonzentrationen“; Angaben zu Zubereitung und Verzehrempfehlung fehlen häufig, „was zur Aufnahme sehr hoher Jodmengen und zu einer übermäßigen Jodzufuhr führen kann“.
Als besonders empfindlich nennt die AGES Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen und Personen mit Schilddrüsenerkrankungen. Vegan lebende Personen werden auf dieser Seite nicht eigens als Risikogruppe genannt.
Die Seite verweist auf die tolerierbare Obergrenze der EFSA für Erwachsene.
Was sich geändert hat: Keine Positionsänderung erkennbar; die Seite ist eine Informationsseite mit Aktualisierungsdatum.
Interessenlage / Finanzierung: GmbH der Republik Österreich mit gesetzlichem Auftrag (Analyse, Überwachung, Bewertung, Kommunikation).
Belegstufe: Informationsseite einer Behörde oder eines Ministeriums (Sekundärdarstellung)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2025
Tagung
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
Arbeitstagung „Hochverarbeitete Lebensmittel (UPF) – Klassifikation und Bedeutung eines kontroversen Konzepts“
Datum: 18. September 2025 (Tagung) · Themen: Hochverarbeitete Lebensmittel · Ersatzprodukte · NOVA
Die DGE hat zu hochverarbeiteten Lebensmitteln keine verabschiedete Position veröffentlicht, sondern das Konzept auf einer Arbeitstagung geprüft.
Zur NOVA-Klassifikation heißt es, die zugrunde liegenden Kriterien seien „aus wissenschaftlicher Sicht stark umstritten“, obwohl sie in der Forschung zunehmend verwendet wird.
Pflanzliche Fleischalternativen und Säuglingsnahrung zählen nach NOVA zu den hochverarbeiteten Lebensmitteln – die DGE nennt dies als Beispiel für die Grenzen der Einteilung.
In den DGE-FAQ zur veganen Ernährung steht daneben: Hochverarbeitete vegane Produkte mit hohem Salz- und Fettgehalt sind ernährungsphysiologisch ungünstig.
Was sich geändert hat: Kein Positionswechsel, weil keine Position vorlag. Offen bleibt, ob aus der Tagung eine Stellungnahme folgt.
Interessenlage / Finanzierung: Die DGE ist ein eingetragener Verein; sie nennt Bundesmittel, Mitgliedsbeiträge und Eigeneinnahmen als Finanzierung.
Belegstufe: Tagungsankündigung ohne verabschiedete Position
Zur Quelle · DGE-FAQ vegane Ernährung · abgerufen am 25. September 2026
2025
Referenzwert
DGE und ÖGE (Österreichische Gesellschaft für Ernährung)
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 3. Auflage – neue Werte für Jod und Vitamin E
Datum: 2025 (3. Auflage der Referenzwerte) · Themen: Jod · Vitamin E · Referenzwerte
Der Referenzwert für Jod bei Erwachsenen wurde von 200 µg (unter 51 Jahren) bzw. 180 µg (ab 51) auf einheitlich 150 µg pro Tag gesenkt; für Säuglinge bis vier Monate wurde er verdoppelt.
Begründung der DGE: Der bisherige Wert enthielt einen „Zuschlag, um die unzureichende Jodversorgung der Bevölkerung in Deutschland und Österreich zu verbessern“; das „entspricht nicht mehr der wissenschaftlichen Vorgehensweise“. Der neue Wert folgt Bilanz- und Radiojodstudien.
Die DGE stellt zugleich fest, dass die Versorgung unzureichend bleibt und pflanzliche Milchalternativen praktisch kein Jod enthalten; sie empfiehlt angereicherte Produkte „insbesondere bei veganer Ernährung“.
Vitamin E: Schätzwerte gesenkt und neu aus dem Ausgleich täglicher Verluste abgeleitet.
Was sich geändert hat: Der Bedarf hat sich nicht geändert, die Ableitung: Bevölkerungszuschlag gestrichen. Schwangere und Stillende erhalten eine gesonderte Supplement-Empfehlung, deren Menge hier nicht wiedergegeben wird.
Interessenlage / Finanzierung: DGE: eingetragener Verein mit Bundesmitteln, Mitgliedsbeiträgen und Eigeneinnahmen. ÖGE: gemeinnütziger Verein (gegründet 1951) mit Geschäftsstelle in der AGES; Finanzierung nicht abgerufen.
Belegstufe: Referenzwert-Ableitung einer Fachgesellschaft (Bilanz- und Bedarfsstudien)
Zur Quelle · DGE: Jod und Vitamin E, 3. Auflage · abgerufen am 25. September 2026
2025
Behördenportal
Gesundheitsportal gesundheit.gv.at (BMASGPK)
Vegane Ernährung – Informationsseite des Bundesministeriums
Datum: Stand 28. Mai 2025 · Themen: Vegan · Schwangerschaft · Kinder · kritische Nährstoffe
Das Portal nennt neun Nährstoffe mit besonderem Augenmerk: Vitamin B12, B2, D, Omega-3-Fettsäuren, Calcium, Eisen, Zink, Selen, Jod; Protein bei guter Planung unproblematisch.
Wörtlich: „Die langfristigen Auswirkungen einer veganen Ernährung auf die Gesundheit sind wissenschaftlich unzureichend erforscht.“
Zur Lebensphase: Die Nationale Ernährungskommission „empfiehlt eine vegane Ernährung in Schwangerschaft, Stillzeit sowie im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter nicht“.
B12 ist zu supplementieren; weitere Präparate bedarfsabhängig nach ärztlicher Rücksprache; qualifizierte Beratung (Diätologie, Ernährungsmedizin) wird empfohlen.
Was sich geändert hat: Die Seite gibt eine Nicht-Empfehlung für vulnerable Gruppen wieder, während die ÖGE-FAQ 2024 (siehe unten) auf Ernährungskompetenz und Beratung abstellen. Welche Fassung die aktuelle Beschlusslage der Kommission ist, war nicht zu klären.
Interessenlage / Finanzierung: Herausgeber ist das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz; genannte Quellen sind ÖGE, AGES, Cochrane und Lehrbuchliteratur.
Belegstufe: Informationsseite einer Behörde oder eines Ministeriums (Sekundärdarstellung)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2025
Behördenbewertung
Robert Koch-Institut (RKI), Vortrag am ÖGD-Forum
Aktuelle Versorgung mit Jod (Deutschland)
Datum: 26. März 2025 · Themen: Jod · Versorgungslage
Auswertung von KiGGS Welle 2 (2014–2017) und DONALD (2018–2022): „Die Jodversorgung in Deutschland ist nach wie vor unzureichend.“
Der Anteil mit ausreichender Versorgung nach WHO-Kriterium lag bei rund einem Drittel; im Zehnjahrestrend ging die Versorgung zurück.
Mädchen und junge Frauen waren häufiger unterversorgt als Jungen und junge Männer. Zu Österreich, veganer Ernährung oder Algen enthält der Vortrag keine Angaben.
Was sich geändert hat: Bestätigt die Lageeinschätzung, auf die sich DGE und BfR 2025 stützen. Für Österreich fehlt eine vergleichbar aktuelle amtliche Erhebung; der Ernährungsbericht 2026 könnte sie liefern.
Interessenlage / Finanzierung: Das RKI ist eine Bundesbehörde im Geschäftsbereich des deutschen Gesundheitsministeriums.
Belegstufe: Wissenschaftliche Bewertung einer Behörde mit Mandat (EU, Bund)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2024
Fachgesellschaft
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
Neubewertung der DGE-Position zu veganer Ernährung
Datum: Ernährungs Umschau 71(7), Juli 2024 · Themen: Vegan gesamt · alle kritischen Nährstoffe · Lebensphasen
Für gesunde Erwachsene kann eine vegane Ernährung „unter der Voraussetzung der Einnahme eines Vitamin-B12-Präparats“ eine „gesundheitsfördernde Ernährung darstellen“.
Für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und Senior:innen kann die DGE „aufgrund der weiterhin eingeschränkten Datenlage weder eine eindeutige Empfehlung für noch gegen eine vegane Ernährung aussprechen“; qualifizierte Beratung ist „dringend angeraten“.
Potenziell kritische Nährstoffe neben B12: Jod, Protein, langkettige Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, B2, Calcium, Eisen, Zink, Selen, Vitamin A.
Befunde: geringere Bioverfügbarkeit von Eisen wird „nicht vollständig durch die oft höhere Zufuhr“ ausgeglichen; niedrigere Knochendichte und höhere Frakturinzidenz in Kohorten; niedrigerer EPA/DHA-Status trotz höherer ALA-Zufuhr.
Umwelt: Eine vegane Ernährung ist „als äußerst umweltfreundlich anzusehen“; Tierwohl-Bewertungsmethoden gelten als noch nicht etabliert.
Was sich geändert hat: Gegenüber 2016 entfällt die ausdrückliche Nicht-Empfehlung für vulnerable Gruppen; erstmals werden Gesundheit, Umwelt, Soziales und Tierwohl gemeinsam bewertet. Senior:innen sind neu als vulnerable Gruppe genannt.
Interessenlage / Finanzierung: Die DGE ist ein eingetragener Verein; sie nennt Bundesmittel, Mitgliedsbeiträge und Eigeneinnahmen als Finanzierung. Interessenerklärungen der Autor:innen wurden in der abgerufenen Passage nicht gefunden.
Belegstufe: Positionspapier oder Stellungnahme einer Fachgesellschaft (Literaturbewertung)
Zur Quelle · Langfassung (PDF) · abgerufen am 25. September 2026
2024
Fachgesellschaft
Gesundheit Österreich GmbH (Kompetenzzentrum Klima und Gesundheit), AGES und ÖGE im Auftrag des Gesundheitsministeriums; beschlossen von der Nationalen Ernährungskommission
Österreichische Ernährungsempfehlungen 2024 und ÖGE-FAQs zur veganen Ernährung
Datum: vorgestellt 7. August 2024; Seite Sozialministerium aktualisiert 24. Juli 2024 · Themen: Österreich · Ernährungsempfehlungen · vegetarisch · vegan
Erstmals zwei Pyramiden: „mit Fisch und Fleisch“ und „ohne Fisch und Fleisch“. Hülsenfrüchte werden eigene Lebensmittelgruppe; die vegetarische Variante hebt Hülsenfrüchte- und Milchportionen an.
Die Empfehlungen beziehen Klima ein: Ziel ist eine Senkung ernährungsbedingter Treibhausgasemissionen um mehr als die Hälfte gegenüber dem üblichen Konsum.
Für vegane Ernährung gibt es keine eigene Pyramide, sondern von der ÖGE erarbeitete FAQs und Umsetzungsempfehlungen. Kernsatz laut Ministerium: „Eine bedarfsdeckende vegane Ernährung erfordert eine gute Ernährungskompetenz und Planung.“
Besonderes Augenmerk laut Ministerium auf Schwangere, Stillende, (Klein-)Kinder, Jugendliche und Senior:innen; Pflanzendrinks sollen Calcium, B12 und B2 zugesetzt enthalten.
Was sich geändert hat: Neu gegenüber den Empfehlungen von 2010: Klimaparameter, Hülsenfrüchte als Gruppe, weniger Fleisch und Milch, eine vegetarische Variante und ein veganer FAQ-Katalog. Das ÖGE-Originaldokument konnte nicht abgerufen werden (oege.at nicht erreichbar); Angaben folgen der Ministeriumsseite.
Interessenlage / Finanzierung: Auftraggeber ist das Gesundheitsministerium; die Gesundheit Österreich GmbH und die AGES sind Einrichtungen des Bundes; die ÖGE ist ein gemeinnütziger Verein.
Belegstufe: Positionspapier oder Stellungnahme einer Fachgesellschaft (Literaturbewertung)
Zur Quelle · Gesundheitsportal: Meldung vom 7. August 2024 · abgerufen am 25. September 2026
2024
Behördenportal
Gesundheitsportal gesundheit.gv.at (BMASGPK)
Jod – Bedarf, Quellen und Mangel (Österreich)
Datum: Stand 31. Oktober 2024 · Themen: Jod · Jodsalz · Österreich
Österreich galt wegen jodarmer Böden als Jodmangelgebiet; jodiertes Speisesalz ist laut Portal seit 1963 vorgeschrieben. „Jodiertes Vollsalz hat in Österreich einen Gesamtjodgehalt von 15–20 mg/kg.“
Reform- und Meersalze enthalten oft zu wenig Jod. Als Gruppen mit besonderem Augenmerk nennt das Portal Schwangere, Stillende, Personen mit Fisch- oder Kuhmilchallergie, Laktoseintoleranz und „restriktive vegetarische Ernährung“.
Algenpräparate können „ungewöhnlich hohe“ Jodmengen enthalten; das Portal mahnt zur Vorsicht.
Was sich geändert hat: Die Seite nennt noch die Referenzwerte vor der Senkung 2025 (200 µg für Erwachsene). Sie ist damit zum Abrufzeitpunkt nicht auf dem Stand der 3. Auflage.
Interessenlage / Finanzierung: Herausgeber ist das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.
Belegstufe: Informationsseite einer Behörde oder eines Ministeriums (Sekundärdarstellung)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2024
Behördenbewertung
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), NDA-Panel, im Auftrag der Europäischen Kommission
Scientific opinion on the tolerable upper intake level for iron
Datum: 12. Juni 2024 · Themen: Eisen · Obergrenzen · Nahrungsergänzungsmittel
Die EFSA konnte für Eisen keine tolerierbare Obergrenze (UL) ableiten, weil die Daten zur Langzeitzufuhr nicht ausreichten; stattdessen wurden „sichere Zufuhrmengen“ nach Altersgruppen benannt.
Geprüfte Endpunkte: Lebertoxizität, Typ-2-Diabetes, Magen-Darm-Beschwerden. „Übermäßige Eisenzufuhr über längere Zeit kann zu negativen Gesundheitsfolgen führen, besonders für die Leber.“
Die sicheren Mengen gelten ausdrücklich nicht für die ärztliche Behandlung eines Eisenmangels.
Was sich geändert hat: Erste EFSA-Bewertung einer Obergrenze für Eisen seit 2004 (damals: kein UL ableitbar). Neu ist der Begriff der sicheren Zufuhrmenge.
Interessenlage / Finanzierung: Die EFSA ist eine EU-Agentur; das Mandat kam von der Europäischen Kommission.
Belegstufe: Wissenschaftliche Bewertung einer Behörde mit Mandat (EU, Bund)
Zur Quelle · EFSA Journal 2024;22(6):8819 · abgerufen am 25. September 2026
2024
Behördenbewertung
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), NDA-Panel
Überarbeitete tolerierbare Obergrenzen: Selen, Vitamin B6, Vitamin D, Folat, Mangan (2023), Vitamin A, Eisen, Vitamin E (2024)
Datum: 2023–2025 (Serie) · Themen: Vitamin D · Obergrenzen · Nahrungsergänzungsmittel
Auf Mandat der Europäischen Kommission hat die EFSA die Obergrenzen mehrerer Vitamine und Mineralstoffe neu bewertet.
Laut EFSA-Themenseite: Obergrenze für Vitamin D bei Erwachsenen im August 2023 bestätigt; Vitamin B6 gesenkt (Mai 2023); Selen neu festgelegt (Januar 2023); Folat beibehalten, neuer Wert für Säuglinge (November 2023); Mangan (Dezember 2023); Vitamin A und Beta-Carotin sowie Vitamin E (2024).
Diese Werte sind die Grundlage für die BfR-Höchstmengenvorschläge (unten) und für geplante EU-Höchstmengen in Nahrungsergänzungsmitteln.
Was sich geändert hat: Vitamin D: unverändert. B6: gesenkt. Eisen: kein UL, sichere Zufuhrmenge. Für Jod lag zum Abrufzeitpunkt keine neue EFSA-Obergrenze vor; es gilt weiter der Wert des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses von 2002.
Interessenlage / Finanzierung: EU-Agentur, finanziert aus dem EU-Haushalt; Aufträge von Kommission, Parlament und Mitgliedstaaten.
Belegstufe: Wissenschaftliche Bewertung einer Behörde mit Mandat (EU, Bund)
Zur Quelle · EFSA 2023: Vitamin D UL (EFSA Journal 21(8):8145) · abgerufen am 25. September 2026
2024
Behördenbewertung
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Deutschland
Stellungnahme 006/2024: Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln
Datum: 22. Februar 2024 · Themen: Nahrungsergänzungsmittel · Höchstmengen · Vitamin D · Calcium
Überarbeitet die Vorschläge von 2021 für Vitamin D, B6, Folat, Selen und Mangan auf Basis der EFSA-Bewertungen 2023.
Grundsatz: „Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung versorgt den gesunden Körper ausreichend mit lebensnotwendigen Stoffen.“ Nur „einige wenige Vitamine und Mineralstoffe, wie Vitamin D, Calcium, Folsäure und Jod“, werden von manchen Gruppen nicht ausreichend aufgenommen.
Zur veganen Ernährung enthält die Stellungnahme keine spezifischen Aussagen.
Was sich geändert hat: Folgeanpassung an EFSA 2023; für Jod wurde die Aktualisierung Ende 2025 nachgereicht (siehe oben).
Interessenlage / Finanzierung: Bundesbehörde im Geschäftsbereich des deutschen Landwirtschaftsministeriums; fachlich unabhängig per Gesetz.
Belegstufe: Wissenschaftliche Bewertung einer Behörde mit Mandat (EU, Bund)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2024
Behördenbewertung
FAO und WHO (Vereinte Nationen)
What are healthy diets? Joint statement by FAO and WHO
Datum: 24. Oktober 2024 · Themen: Gesunde Ernährung · Grundsätze
Gemeinsame Grundsatzerklärung: „Healthy diets promote health, growth and development, support active lifestyles, prevent nutrient deficiencies and excesses, communicable and noncommunicable diseases, foodborne diseases and promote wellbeing.“
Die Erklärung formuliert Prinzipien (Angemessenheit, Ausgewogenheit, Maß, Vielfalt) als Grundlage für nationale Empfehlungen; die Zusammensetzung variiert nach Kultur und Verfügbarkeit, die Grundsätze bleiben gleich.
Der Volltext (22 Seiten) konnte nicht abgerufen werden; Aussagen zu einzelnen Lebensmittelgruppen sind hier deshalb nicht wiedergegeben.
Was sich geändert hat: Erste gemeinsame Definition beider Organisationen. Ob sie Aussagen zu hochverarbeiteten Lebensmitteln enthält, ist hier nicht verifiziert.
Interessenlage / Finanzierung: UN-Sonderorganisationen, finanziert über Beiträge der Mitgliedstaaten und freiwillige Beiträge.
Belegstufe: Wissenschaftliche Bewertung einer Behörde mit Mandat (EU, Bund)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2024
Fachartikel
FAO, Food and Nutrition Division (Fachartikel, Frontiers in Nutrition)
Protein quality evaluation: FAO perspective
Datum: 2. Dezember 2024 · Themen: Protein · PDCAAS · DIAAS
Historie der Methoden: PDCAAS wurde 1989 als Routineverfahren übernommen; 2002 wurden Schwächen benannt (überschätzt Verdaulichkeit, honoriert hohe biologische Wertigkeit nicht).
DIAAS wurde 2011/2013 als Methode „für regulatorische Zwecke“ vorgeschlagen; Expert:innen forderten weitere Humanstudien. Der Artikel zeigt keine formale FAO-Übernahme von DIAAS als Standard; 2014 wurden Forschungsprotokolle empfohlen.
Zu Pflanzenproteinen: „combining different foods that complement one another to provide the IAAs as part of a mixed diet“ verbessert die Proteinqualität; eine Datenbank soll Mischmahlzeiten einbeziehen.
Was sich geändert hat: Kein Beschluss. Der Stand bleibt: DIAAS ist wissenschaftlich vorgeschlagen, PDCAAS regulatorisch verbreitet.
Interessenlage / Finanzierung: Autorin aus der FAO; Fachartikel, kein Organisationsbeschluss. UN-Sonderorganisation, Mitgliedsbeiträge und freiwillige Mittel.
Belegstufe: Fachartikel aus einer UN-Organisation (Perspektive, kein Beschluss)
Zur Quelle · abgerufen am 25. September 2026
2023
Laufend
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit Max-Rubner-Institut, Universitäten (darunter Wien) u. a.
COPLANT-Studie – Kohorte zu pflanzenbasierter Ernährung
Datum: Seite vom 18. Oktober 2023; Studie seit 2023 · Themen: Vegan gesamt · Knochen · Kontaminanten
Größte geplante Kohortenstudie zu pflanzenbasierter Ernährung im deutschsprachigen Raum: rund 6.000 Teilnehmende (18–69 Jahre), 20 Jahre Nachbeobachtung geplant.
Erfasst werden Nährstoffaufnahme, Stoffwechsel, Körperzusammensetzung, Knochengesundheit und Kontaminanten; Wien ist Studienzentrum.
Zum Abrufzeitpunkt lagen keine veröffentlichten Ergebnisse vor. Das BfR beschreibt vegetarische und vegane Ernährung weiter als „kaum erforscht“.
Was sich geändert hat: Nachfolgeprojekt der RBVD-Studie, auf die sich die Seite Nährstoffe stützt. Ergebnisse stehen aus.
Interessenlage / Finanzierung: Bundesbehörde (BfR) mit Forschungspartnern; Finanzierung auf der Seite nicht angegeben.
Belegstufe: Laufendes Projekt, noch ohne veröffentlichte Ergebnisse
Zur Quelle · BfR-Themenseite Vegetarisch/Vegan · abgerufen am 25. September 2026